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Autor Thema: Das Gewebe  (Gelesen 292 mal)

Willy Wuff

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Das Gewebe
« am: Juli 13, 2014, 07:11:25 Vormittag »

Allgemeines
Definition : Gewebe ist definiert als ein Verband gleichartiger differenzierter Zellen und ihrer Abkömlinge. Sie Üben eine oder mehrere bestimmte Funktionen aus.
Man unterscheidet grob 4 Gewebearten
Epithelgewebe
Bindegewebe
Muskelgewebe
Nervengewebe
 
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Willy Wuff

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Epithelgewebe
« Antwort #1 am: Juli 13, 2014, 07:12:16 Vormittag »

Epithelgewebe
Das Epithelgewebe wird noch einmal anhand seiner vordergründigen Leistung unterschieden.
Oberflächenbildende Epithelien
Drüsenepithelien
Sinnesepthelien
Alle Epithelzellen haben eine dünne Basalmembran, sie gibt der Zelle mechanischen halt.
Dieser Zelltyp bedeckt die Äußeren und die inneren Oberflächen des Körpers und haben eine protektive Funktion und bilden für den Körper durch Sekretion und Resorption eine Verbindung mit der Umwelt. Als Drüsenepithelien Produzieren sie Stoffe die an die Körperoberfläche abgegeben werden. ( exokrine Drüsen ), oder direkt ins Blut abgegeben werden ( Endokrine Drüsen).
Sinnesepithelien sind am Aufbau von Sinnesorganen beteiligt und vermitteln die Sinnesempfindungen, z.B. Netzhaut im Auge.
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Willy Wuff

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Gestalt und Anordnung
« Antwort #2 am: Juli 13, 2014, 07:12:58 Vormittag »

Gestalt und Anordnung
Sie werden Durch ihre Gestallt und auch durch ihre Anordnung unterteilt.
Plattenepithel
Isoprismatisches ( Kubisch ) Epithel
Hochprismatisches Epithel
Einschichtiges Epithel
Mehrschichtiges Epithel
Mehrreihiges Epithel
Zellkontakte
Zellkontakte werden auf unterschiedliche weise ausgebildet
Verschlusskontakt (tight junction)
Offener Kontakt (gab junction)
Haftplatte ( Desmosom )
Diese kontakttypen unterscheiden sich insbesondere im Bezug auf ihre Funktion.
Verschluss kontakte findet man zwischen hochprismatischen Epithelzellen des Darmepithels, wodurch der Interzellularraum zwischen den Zellen vollkommen undurchlässig für Stoffe aus dem Darmmillieu sind.
Offene Kontakte stellen eine Verbindung zwischen benachbarten Zellen her und dienen dem Stofftransport, diese Verbindung findet man z.B. in Herzmuskelzellen oder Knochenzellen.
Haftplatten haben eine mechanische Bedeutung und dienen innerhalb von Plattenepithelien zur gegenseitigen Verankerung.
Aufgaben des Epithelgewebes :
Schutzfunktion 
Bewahrt vor Austrocknung
Verhindert das Eindringen von Mikroorganismen oder Fremdkörper
Stoff Aufnahme und Stoff Abgabe
Reize aufnehmen
 
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Willy Wuff

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Epithelien
« Antwort #3 am: Juli 13, 2014, 07:14:23 Vormittag »

Oberflächenbildendes Deckepithel
Es wird nach der Form und der Anordnung unterschieden
Einschichtiges Plattenepithel
Gute Durchlässigkeit für gase und lösliche Stoffe, kleidet innere Oberflächen aus, wie in der Lunge, dem Blut- und Lymphgefäßssystem, Bauchfell, Brustfell, Herzbeutel und Gelenkhöhlen
Kubisches Epithel
Würfelartige Zellen, z. B. in den Harnkanälchen der Nieren.
 
Mehrreihiges Epithel 
Alle Zellen sitzen auf einer gemeinsamen bindegewebigen Basalmembran, aber nicht rede Zelle erreicht die Oberfläche. Die untere Zellreihe stellt die Ersatzzellen. Vorkommen: z. B. Flimmerepithel der Atemwege.
Einschichtiges Zylinderepithel
Dient der Resorption oder Sekretion. Vorkommen: Darm, Gallenblase und Atemwege.
 
 
Übergangsepithel
Die Oberste reihe besteht aus großen Deckzellen, es findet sich in Organen mit erheblicher Volumenschwankungen z.B. in den  Harnwegen
 
Verhorntes mehrschichtiges Plattenepithel
Die unteren Zellen dienen der ständigen Erneuerung. Die neugebildeten Zellen wandern zur Oberfläche, sterben dort ab, verlieren ihren Kern und werden schließlich als Hornschuppen abgestoßen. Vorkommen: vorwiegend in der äußeren Haut.
 
Unverhorntes mehrschichtiges Plattenepithel
Die Zellkerne sind im Gegensatz zum verhornten Plattenepithel bis in die obersten Schichten erhalte, d. h. auch die Zellen an der Oberfläche sind noch vital. Vorkommen: Schleimhäute der Mundhöhle, Speiseröhre, Scheide, u.s.w.
Mikrovilli
Feine Vorstülpungen, die der Oberflächenvergrößerung dienen und dadurch die Stoffaufnahme erleichtern. Vorkommen: Darmepithel, Harnkanälchen in den Nieren.
 
Flimmerhaare
Die Flimmerhaare sind zur aktiven Bewegung fähig und können einen Flüssigkeitsstrom erzeugen. Vorkommen: z. B. Atemwege, Eileiter.
 
Drüsenepithel
Drüsen sind Organe mit spezialisierten Epithelzellen. Sie bilden vom Körper benötigte Sekrete. Z.B.  die schleimbildendenden Becherzellen, wie man sie im Zylinderepithel des Darms und im Flimmerepithel der Atemwege findet.
Bei den aus mehreren Zellen zusammengestzten Drüsen unterscheidet man nach dem Transportweg endokrine und exokrine Drüsen.
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Willy Wuff

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Binde- und Stützgewebe
« Antwort #4 am: Juli 13, 2014, 07:15:00 Vormittag »

Binde- und Stützgewebe
Unter diesem Begriff werden drei Gewebearten zusammen gefasst.
- Bindegewebe
- Knorpelgewebe
- Knochengewebe

Binde und Stützgewebe erfüllen in der Regel mechanische Aufgaben, als Organkapsel oder Bindegewebsgerüst in Organen.
In den Spalträumen des lockeren Bindegewebes sind große Mengen wasser gespeichert. Im Fettgewebe erfolgt die Speicherung von energiereichen Einlagerungen.
Das Bindegewebe dient ferner der körpereigenen Abwehr und erfüllt wichtige Aufgaben im Rahmen der Wundheilung.
Binde und Stützgewebe wird nach den Zellen der umgebenden Zwischenzellsubstanz unterscheiden. Es gibt nicht bewegliche und frei bewegliche Zellen. Die Zwischenzellsubstanz enthält Fasern die dem Stoffaustausch zwischen Zellen und Blut dienen. Die Fasern können netzartig verflochten oder zu reißfesten Strängen gebündelt sein.
Bindegewebe
Embryonales Bindegewebe: Grundgewebe, aus dem die Zellen der Binde- und Stützgewebe hervorgehen.
 
Retikuläres Bindegewebe
 
Dieses netzartig verknüpfte Gewebe bildet unter anderem das Grundgerüst von Milz, Lymphknoten, Mandeln und Knochenmark. Aufgaben sind die körpereigene Abwehr und Blutbildung.
Fettgewebe
Das Fettgewebe dient in Form von Speicherfett als Energievorrat und in Form von Baufett als druckelastisches Polster (z. B. Fettkapsel der Nieren). Es bietet einen guten Wärmeschutz.
 
Lockeres Bindegewebe
Es verbindet  als lockere, faserige Füllsubstanz die Organe miteinander Eine verschiebbarkeit der einzelnen Bestandteile ist möglich. 
Straffes Bindegewebe
Durch einen hohen Faseranteil ist es ein besonders zugfestes Gewebe. Man findet es daher in Sehnen, Bändern, Organkapseln und Muskelscheiden.
 
Knorpelgewebe
Es ist ein sehr Druck und Beugungselastisches Gewebe, deswegen findet man es an stellen mit hoher Mechanischer Belastung. Knorpelzellen werden als Chondrozyten bezeichnet.
Anhand der Zwiswchenzellsupstanz wird der Knorpel in hyaliner-, elastischer-, und Faserknorpel unterschieden.
Hyaliner Knorpel
Dieses Knorpelgewebe hat ein glasartiges aussehen.
Er sorgt im Gelenkbereich für ein fast reibungsloses Gleiten der Knochenenden, ermöglicht im Rippenbereich die zum Atmen erforderliche Beweglichkeit des Brustkorbes und gibt Nase sowie Luftröhre die notwendige Form.
 
Elastischer Knorpel
Hier sind zahlreiche elastische Fasern enthalten, so daß dieser Knorpel besonders biegsam ist. Man findet ihn in der Ohrmuschel und im Kehldeckel.
 
Faserknorpel
Er enthält zahlreiche Faserbündel, diese machen den Knorpel besonders Druckbeständig, dies macht den Knorpel besonders druckbelastbar. Man findet ihn vor allem zwischen den Wirbeln und den Knorpeln des Kniegelenks.
Knochengewebe
Knochengewebe ist neben Zahnstein und -schmelz die härteste Körpersubstanz. Es besteht aus organischen Anteilen (Fasern und Zellen), in die anorganische Bestandteile (z. B. Calcium) eingelagert sind. Dadurch erhält der Knochen seine Festigkeit gegen Zug, Druck, Biegung und Verdrehung. Der Knochen befindet sich in ständigem Auf-, Ab- und Umbau, wodurch er sich jeweils seiner Belastung anpassen kann.
Aufbau
Knochengewebe des erwachsenen Menschen zeigt im Mikroskop ein geordnetes, lamellenartiges Strukturbild und wird deshalb auch als Lamellenknochen bezeichnet. Die Lammellenknochen besitzen als kleinste Baueinheit das Osteon. Die sogenannten Volkmann’schen Kanäle verbinden die Gefäßkanäle der Osteone miteinander. Insgesamt ist der Lamellenknochen aus einer Vielzahl von Osteonen aufgebaut.
An den langen Röhrenknochen  der Gliedmaßen unterscheidet man den Schaft, und die Gelenkenden. Die im Wachstumsalter zwischen Epiphyse und Diaphyse gelegene Längen- Wachstumszone heißt Metaphyse. Die Oberfläche des Knochens wird von dem Periost bedeckt, es ist ein derbes Bindegewebe. Das Periost dient der Neubildung von Knochensubstanz und der Ernährung des Knochens.
Die Wand des Knochens besteht im Schaftbereich aus einer dichten Knochenmasse, die als Kompakta bezeichnet wird. Im Innern des Knochens ist die Markhöhle. Sie enthält das Knochenmark. An den Gelenkenden ist das Innere des Knochens mit einem feinen Gitterwerk von Knochenbälkchen ausgefüllt, das im Aussehen einem Schwamm ähnelt und deshalb als Spongiosa bezeichnet wird. Die einzelnen, fachwerkähnlich zusammengesetzten Spongiosabälckchen fangen die auf ein Gelenk wirkenden Druck und Zugkräfte auf und leiten sie auf die Feste Wand der Kompakta ab. Druck diese Konstruktion erhält der Knochen bei geringem Geweicht ein Höchstmaß an mechanischer Festigkeit.
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Willy Wuff

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Muskelgewebe
« Antwort #5 am: Juli 13, 2014, 07:15:42 Vormittag »


Muskelgewebe
Quergestreifte Muskulatur
Sie wird als Skelettmuskulatur bezeichnet und ist  die Muskulatur die wir Willkürlich bewegen können.
Die kleinste Baueinheit ist die Muskelfaser. Dies ist eine vielkernige Zelle. Die Kerne liegen am Rand, den Zelleib füllen Myofibrillen aus.
Die Myofibrillen können sich kontrahieren, indem ihre Eiweißmoleküle Aktin und Myosin ineinandergleiten. Durch parallele Anordnung der Eiweißmoleküle entsteht die charakteristische, im Mikroskop erkennbare Querstreifung. Die Muskelfasern werden durch Bindegewebe zu Bündeln zusammengefaßt. Mehrere Muskelfaserbündel bilden einen Muskel. Die quergestreifte Muskulatur arbeitet rasch und ist leistungsfähig.
 
Glatte Muskulatur
Bei glatter Muskulatur ist keine Querstreifung sichtbar. Sie befindet sich überall dort, wo es auf eine langandauernde Muskelarbeit ankommt. So findet man glatte Muskeln im Verdauungstrakt, den ableitenden Harnwegen, den Blußgefäßen, den tiefen Atemwegen und an Haaren und Drüsen vor. Die Bewegungen des glatten Muskelgewebes unterliegt nicht unserem Willen, sondern untersteht dem vegetativen . Nervensystem.
Herzmuskulatur
Diese Muskulatur nimmt eine Sonderstellung ein. Sie ist quergestreift, unterliegt aber nicht dem Willen. Die Zellen sind zu einem Netzwerk verbunden, und die Zellkerne liegen jeweils in der Zellmitte.
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Willy Wuff

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Nervengewebe
« Antwort #6 am: Juli 13, 2014, 07:21:13 Vormittag »

Nervengewebe
Es dient zur Reitzübermittlung im Körper.  Es besteht aus Nervenzellen, sowie Stütz- und Hüllzellen. Nervenzellen können Erregungen mit ihren Fortsätzen über eine weite Strecke leiten. Die Erregungsaufnahme erfolgt entweder durch einen oder mehrere Dendriten. Der bildliche Name Dendrit ist eine plastische Bezeichnung dieser manchmal baumartig verzweigten, kurzen Fortsätze. Die Erregungsweiterleitung erfolgt im Neuriten, der aufgrund seines geradlinigen Aussehens auch als Axon bezeichnet wird. Jede Zelle hat stets nur ein Axon. Die Axons werden von Hüllzellen umgeben, den soggenannten Schwann’schen Zellen. Zwischen den Schwann’schen Zellen bestehen Einschnürungen, die als Ranvier’sche Schnürringe bezeichnet werden.
Eine Nervenzelle stellt mit ihren Fortsätzen eine anatomische und funktionelle Einheit dar. Diese Einheit wird als Neuron bezeichnet. Nervenzellen können sich nicht mehr teilen, so daß eine Vermehrung oder ein Ersatz alter und defekter Zellen nicht mehr möglich ist.
Die Neuriten bilden zusammen mit den Hüllzellen die Nervenfasern. Mehrere Fasern werden zu Bündeln zusammengefasst und mehrere Bündel bilden einen Nerven.
Die Erregungsübertragung von einer Nervenzelle auf eine andere erfolgt an besonderes gestalteten Kontaktstellen, den Synapsen, durch chemische Überträgerstoffe, sogenannten Transmitter.
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