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Autor Thema: Autoimmunerkrankungen (Danke Britta)  (Gelesen 304 mal)

Willy Wuff

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Autoimmunerkrankungen (Danke Britta)
« am: Juli 13, 2014, 07:47:20 Vormittag »

[sizeDefinition:
Sie kommen familiär gehäuft vor, ihr Disposition ist an Gene gekoppelt, sie zeigen zellulär und humoral Immunreaktionen gegen körpereigene Zellantigene, die den Organismus schädigen. Zugrund liegt eine Störung der Selbsttolernz, d.h. die Kontrolle der einmal in Gang gesetzten Immunreaktionen ist gestört.

Ursache:
Defekt der Suppressor-Zellen.
Dies kann z.B. auf einen Defekt im System der Suppressor-Zellen beruhen, wodurch B-Lymphozyten überschiessend und scheinabr ungehemmt Antikörper gegen eine Vielzahl von Autoantigenen produzieren. In diesen Fällen werden Fremdantigene der Zellmembran angelagert, wodurch z.B. eine arzneimittelinduzierte hämolytische Anämie entsteht, Mit zunehmendem Lebensalter werden Autoimmunerkrankungen häufiger, was auf die Erschöpfung der wirksamen Kontrollmechanismen hinweist.

Klinik:
Das Spektrum der Autoimmunerkrankungen reicht von organspezifischen Leiden wie der Immunthyreoiditis oder dem Typ-I-Diabetes mellitus bis zu Systemerkrankungen vom Typ desLupus erythematodes.
Eine reihe von Medikamenten kann die Bildung von Autoantikörpern induzieren und entsprechende Erkrankungen verursachen. Ferner gehen neoplastische lymphoretikuläre Erkrankungen in bis zu 20% der Fälle mit Autoaggressionserkrankungen einher, z.B. eine chronisch lymphatische Leukämie mit einerautoimmunhämolytischen Anämie. Dies weist auf die Bedeutung eines intakten Immunsystems für die Kontrolle autoimmunologischer Prozesse hin.

Therapie:
Autoaggressionserkrankungen lassen sicher derzeit noch nicht kausal behandeln, da die kontrollierenden Effektormechanimen des Immunsystems noch nicht genau bekannt sind.
Immerhin ist es möglich,Abstossungsreaktionen nach Nieren-,Herz-, Leber- und anderen Transplantationen zu blockieren. Ptienten mit Autoimmunerkankungen werden immunsuppressiv behandelt. Die medikamentöse Immunsupression erfolgt mit Glukokortikoiden, Azathioprin (Imurek) und Cyclosporin A.
Die Anwendung von Cyclosporin A setzt regelmässige Plasmaspiegelbestimmungen voraus, um die renale Toxizität zu mindern. Bei Langzeitanwendung von Azathioprin und anderen Zytostatika sind Kenntnisse der Phamakokinetik und der nebenwirkungen norwendig.
Immunologische Thrombozytopenien und immunhämolytischer Anämien lassen sich zuweilen nur durch eine Milzexstirption beherrschen. Manche Patienten mit ansonsten therpierefraktären Autoaggressionserkrankungn profitieren von einer Plasmaphrese. Gesicherte Indikationen sind das Goodpasture-Syndromund dieidiopathisch rapid progressive Glomerulonephritis.

Beispiele für wichtige  Autoimmunerkrankungen:

Diagnose                                                          Autoantikörper gegen
Immunthyreoiditis                                                 Thyreoglobulin
Typ-I-Diabetes                                                       Inselzellen der Pankreas
Perniziöse Anämie                                                 Parietalzellen des Magens, Intrinsic-Faktor
Morbus Addison                                                      Nebennierenrinde
Myasthenia gravis                                                  Acetylcholinrezeptoren
Primäre biliäre Zirrhose                                         Mitochondrien
Immunhämolyse                                                     Erythrozytenantigene
Immunthrombopenie                                              Thrombozytenantigene
Goodpasture Syndrom                                            Basalmembranen
Chronische Polyarthritis                                           IgG
Lupus erythematodes                                             Kernantigene ( ANA )
Gespeichert
 

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