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Autor Thema: Herz-Rhythmusstörungen Thx Roadreaper  (Gelesen 134 mal)

Willy Wuff

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Herz-Rhythmusstörungen Thx Roadreaper
« am: Juli 16, 2014, 04:53:22 Nachmittag »

Herz-Rhythmusstörungen

Definition

Herzrhythmusstörungen sind prinzipiell in bradycarde, tachycarde und arrhythmische Frequenzstörungen einzuteilen
je nach topographischem Ursprung werden atriale und ventrikuläre Rhythmusstörung unterschieden
die Diagnostik erfolgt durch das Oberflächen-EKG
in seltenen Fällen auch durch elektrophysiologische Untersuchungen


Äthiologie

Reizbildungsstörungen
normotope Arrhythmien
heterotope Arrhythmien
Reizleitungsstörungen

Blockbilder
AV-Blockierungen
Tachycardien
Reentrytachycardien
Vorhofflimmern
Kammertachycardien

häufige Rhythmusstörungen im klinischen Alltag
absolute Arrhythmie bei Vorhofflimmern/-flattern
hierbei liegen eine unkoordinierte Erregungsbildung im Vorhof vor, die immer wieder auf erregbares Gewebe trifft
der somit permanente unkoordinierte erregte Vorhof (Frequenz 350 – 600/min.) verliert seine Kompressorfunktion und unterschiedlich oft werden Vorhofimpulse auf den AV-Knoten weitergeleitet
brady- und tachycarde Herzfrequenzen sind die Folge
aus den Vorhöfen
Anarchie im Vorhof
Frequenz deutlich über 300/min
häufige Überleitung
immer alle Schläge und Ableitungen ansehen
Entstehung meist
in den Pulmonalvenen
ankommen im linken Vorhof
20 – 30 % Verlust der Leistung im Vorhof
Gefahr der Thromben und thrombembolischen Geschehen
Vorhofohrverschluss

Medikamention
Amiodaron
Multaq
nur bis NYHA II
Verapamil
Digitalis
wirkt am AV-Block
keine ?-Blocker

Therapie
elektrische Cardioversion
supraventrikuläre und ventrikuläre Extrasystolen
es werden hierbei aus ektopen Zentren Erregungen gebildet, die je nach topographischer Lokalisation im Vorhof oder Ventrikel zu typischen Bildern im EKG führen
typisch für die Extrasystolie sind das Auftreten der postextrasystolische Pause und im Falle eines ventrikulären Zentrums der EKG-morphologische Unterschied zur regulären Systole
supraventrikulär

Merkmale
schmaler Kammerkomplex
veränderte oder verschwundene P-Welle
postextrasystolische Pause
P negativ
P unterschiedlich
Gewebe nicht erregbar für andere Impulse
Sinusimpuls ist geblockt

Behandlung
eher selten
hämodynamisch nicht relevant

ventrikuläre Extrasystole
Erregung kommt aus dem Ventrikel
Pause
Pulsschlag nicht zu fühlen
Salven
behandeln mit Amiodaron
teilweise selbstlimitierend dann erst einmal ..............
kontrollieren
jedes Antiarrhythmikum kann Rhythmusstörungen auslösen
AV-Überleitungsstörungen
diese Form der Reizleitungsstörungen wird in drei Grade eingeteilt und führt gelegentlich zu Synkopen und zur Herzinsuffizienz
Grad 1
AV-Überleitungsverlängerung
Grad 2
Ausfall einzelner Erregungsüberleitungen von dem Vorhof auf die Kammer
Mobitz I und II
Grad 3
totale Leitungsunterbrechung vom Vorhof auf die Kammer
ventrikulär wird häufig ein Ersatzrhythmus gebildet

Überleitungsstörung vom Vorhof zur Kammer unterschiedlichen Ausprägungsmaßes
AV-Block I°
P-Q-Strecke verlängert über 0,2 sec.
auf jedes P folgt eine Kammerantwort
kein Krankheitswert
Vorsicht bei
?-Blocker
Digitalis
Amiodaron
AV-Block II° Mobitz I Wenckebach
PQ-Zeit verlängert sich
Schlag fällt aus
P hat immer gleichen Abstand
= relative Schrittmacher Indikation
AV-Block II° Mobitz II
Ausfall eines Kammerkomplexes
P-Abstände immer gleich
plötzlich und unerwartetes eintretendes Fehlen einer Vorhof-Kammer-Aktion
Schrittmacher-Indikation, wenn Patient Klinik entwickelt

Blockbilder
das Gewebe, das nicht kontrahiert, ist in der Lage sich zu kontrahieren
Impuls wandert von der kontrahierten Seite zur anderen
Blockbild heißt, eine Faser ist blockiert

Veränderungen, die auf eine Leitungsstörung hinweisen, im Bereich der Tawara-Schenkel
Linksschenkelblock
Extremitätenableitung
plumpe QRS-Komplexe
V1
tiefes S
V6
zeltförmige QRS-Komplexe
QRS
< 0,128 sec
Erregung kommt von der rechten Seite
versorgt breite Muskelmasse
Rechtsschenkelblock
V1 + 2
M-förmiger QRS-Komplex
V6
tiefes S
T-Welle
verschmilzt mit aufsteigendem S
bei Lungenembolie
keine wesentlichen Veränderungen in der Extremitätenableitung
supraventrikuläre und ventrikuläre Tachycardien
es liegt eine heterogene Gruppe von Tachycardien vor, die auf gesteigerte Aktivität (Vorhofflimmern), gesteigerte Autonomie (Kammertachykardie) oder kreisenden Erregungen (AV-Reentry-Tachycardie) basieren
AV-Knoten-Reentry-Tachycardie
kreisende Erregung im Bereich Vorhof Kammerebene
Puls geht retrograd
P-Impuls kommt langsam
Adenosin
WPW
schnelle Faser
hinterm QRS-Komplex vorm T

Behandlung
Ajmalin

Therapie

nach den pharmakologischen Wirkmechanismen werden die Antiarrhythmika in 4 Klassen unterteilt
Natriumkanalblocker
verlängern das Aktionspotenzial
Ajmalin
verkürzen das Aktionspotenzial
Lidocain
beeinflussen die Dauer des Aktionspotentiales unwesentlich
Flecainid
?-Blocker
Metoprolol
Kaliumkanalblocker
Amiodaron
Calciumantagonisten
Hemmung des langsamen Ca-Einstromes
Verapamil
nicht alle vier Gruppen miteinander kombinieren
Letalität

Therapieoptionen
absolute Arrhythmie bei Vorhofflimmern/-flattern
?-Blocker
Amiodaron
Ablationstherapie
Vorhofkontraktilität wiederherstellen
supraventrikuläre und ventrikuläre Extrasystolien
zurückhaltend
ggf. ICD
AV-Überleitungsstörungen
Antiarrhythmika absetzen
Ursachenforschung
supraventrikuläre und ventrikuläre Tachycardien
keine
Ajmalin
Amiodaron
?-Blocker
ICD
Ablationstherapie       
Gespeichert
 

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