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Autor Thema: ARDS (Acute Respiratory Distress Syndrom) ( Thx Roadreaper)  (Gelesen 105 mal)

Willy Wuff

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ARDS (Acute Respiratory Distress Syndrom) ( Thx Roadreaper)
« am: Juli 16, 2014, 04:48:55 Nachmittag »

ARDS (Acute Respiratory Distress Syndrom)

Definition

Symptomkomplex mit
akut einsetzender Dyspnoe
Hypoxämie
reduzierter Lungencomplience
beidseitige Verschattungen im Rö-Thorax
lebensgefährliche akute Schädigung der Lunge
häufig mit einem Multiorganversagen im Rahmen einer SIRS assoziiert
hohe Mortalität
mildere Verlaufsform wird auch als ALI (akut lung injury) bezeichnet
Sterblichkeit in Europa mit 57,9 %
In der neuen Definition werden drei Schweregrade unterschieden, abhängig von der Schwere der Hypoxämie
1. schwer
PaO2 < 100 mm Hg bei PEEP > 5 cm H2O
2. moderat
PaO2 = 101 – 200 mm Hg bei PEEP > 5 cm H2O
3. mild
PaO2 = 201 – 300 mm Hg bei PEEP > 5 cm H2O
Oxygenierungsindex pO2/FiO2 < 200 mm Hg


Äthiologie

unter dem ARDS versteht man eine akute Funktionsstörung der Alveolar-Kapillar-Barriere der Lunge, welche durch verschiedene Auslöser, bei zuvor Lungengesunden verursacht werden kann
direkte (primäre) Ursachen
Aspiration
Pneumonie
Inhalationstrauma
Lungenkontusion
Fettembolien
Beinahe-Ertrinken


indirekte (sekundäre) Ursachen

Sepsis
Verletzung mit prolongierter Hypotension
Massentransfusion
akute Pankreatitis
Hämolyse
Coma diabeticum
kardiopulmonaler Bypass
Medikamentenintoxikation
disseminierte intravasale Gerinnungsstörung
Verbrennung
Schädel-Hirn-Trauma
allgemein kann sich in der Folge einer jeden schweren Erkrankung ein ARDS einstellen
je mehr auslösende Faktoren zusammentreffen um so höher wird die Wahrscheinlichkeit



Diagnostik


ein ARDS ist zu diagnostizieren bei
nicht kardial bedingtem Lungenödem
Auskultation
Echo
massiver Einschränkung der Oxygenierung
BGA
bilateral auftretenden, meist großflächigen Infiltraten
Röntgen-Thorax
CT


Differentialdiagnose

Lungenembolie
Linksherzversagen
schwer verlaufende Pneumonie
zur Unterscheidung einer Herzinsuffizienz mit Linksherzversagen und ARDS kann die Bestimmung des Pulmonalarteriendruckes mit einem Pulmonaliskatheter notwendig sein



Therapie


intensivmedizinisch
Gefahr der respiratorischen Dekompensation mit Beatmungsbedarf
es sind z. Zt. nur symptomatische Maßnahmen möglich
frühest mögliche Spontanatmung
Reduktion der Tidenvolumina
adäquater und ausreichender PEEP
low-dose Heparinisierung
enterale Ernährung
Bauchlagerung
Flüssigkeitsmanagement
Flüssigkeitsreduktion durch maximale Konzentration der Medikamente und einer minimalen Flussrate
Flüssigkeitsentzug
Reduktion des interstitiellen Ödems
Reduktion des extra vaskulären Lungenwassers
erregergerechte Antibiotikatherapie


erweiterte Therapieoptionen

Hochfrequenz-Oszillations-Ventilation
NO-Beatmung
Arteriovenöse (pumpenlose) extrakorporale Lungenassistenz und venovenöse (pumpenbetriebene) extrakorporale CO2-Elimination
venovenöse und venoarterielle extrakorporale Membranoxygenierung
bei
schwerer Hypoxämie
dekompensierte respiratorische Azidose
exzessiv hohe inspiratorische Spitzen- oder Plateaudrücke unter konventionell lungenprotektiver Beatmung
Rechts- und/oder Linksherzversagen 
Gespeichert
 

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